Plattform für Gegenwartsliteratur DE-RO
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Adriana Popescu: Morgen irgendwo am Meer (Romanfragment)

Adriana Popescu, in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete. Mittlerweile veröffentlichte sie über zwanzig Bücher, die in mehreren großen Publikumsverlagen erscheinen.
Sie schreibt auch unter verschiedenen Pseudonymen wie Sarah Fischer, Carrie Price oder Adriana Jakob. Mehrere ihrer Bücher wurden ins Englische, Polnische und Italienische übersetzt. Die Autorin lebt mit großer Begeisterung in Stuttgart.

Open Call: Media Incubator 2021

Wenn du dich für Journalismus begeisterst und die Geheimnisse von qualitativen Journalismus entdecken möchtest, lädt das Goethe-Institut Bukarest dich vom 14. bis 17. Oktober 2021 zum MEDIA INCUBATOR Bukarest ein. Dieses Projekt umfasst Begegnungen mit Speakern, Workshops mit Mentor*innen – rumänischen und deutschen etablierten Journalist*innen – und ähnliche Aktivitäten.

Mara-Daria Cojocaru: Hilfestellung für den letzten Menschen

Mara-Daria Cojocaru, geboren 1980 in Hamburg, ist Schriftstellerin und Philosophiedozentin. Philosophisch arbeitet sie zu tierethischen und -politischen Themen in der Tradition des Pragmatismus. Derzeit entwickelt sie das Projekt einer tiergestützten Philosophie. Darüber hinaus schreibt sie auch kreativ am liebsten in Gesellschaft anderer Tiere. Sie selbst denkt davon weniger in aktivistischen als in potenzialistischen Begriffen – ihre Hunde halten das für eine ihrer etwas merkwürdigen Eigenschaften, spielen aber trotzdem mit ihr.

Ein Gedicht von Daniela Chana

Daniela Chana, 1985 in Wien geboren, promovierte an der Universität Wien im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Ihre Kurzgeschichten und Gedichte wurden bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften (Lichtungen, kolik, entwürfe, etcetera, Am Erker, …). Ihr Lyrikdebüt „Sagt die Dame“ (Limbus Verlag, 2018) wurde unter die „Lyrik-Empfehlungen 2019“ der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt. Am 15. Februar 2021 erschien ihr Erzählband „Neun seltsame Frauen“ im Limbus Verlag.

Drei Gedichte von Gerhard Falkner

Gerhard Falkner, geboren 1951, zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Gegenwart. Er veröffentlichte zahlreiche Lyrikbände, u.a. „Hölderlin Reparatur“, für den er 2009 den Peter-Huchel-Preis erhielt, und zuletzt „Ignatien“ (2014). Für seine Novelle „Bruno“ wurde ihm 2008 der Kranichsteiner Literaturpreis verliehen. Gerhard Falkner lebt in Berlin und Bayern.

Bücher, Reisen, Landkarten, Träume

Lieben Sie Geschichten über Reisen und fremde Länder, mit vielen Abenteuern und einer glücklichen Rückkehr nach Hause? In der Phantasie gehen wir mit der Heldenfigur auf die Reise und folgen so einer Grundform des Storytelling. Manchmal gibt es im Buch eine Karte, die uns dabei hilft, die Bewegung im Raum nachzuvollziehen.
Für Reisen im Kopf gibt es keine Grenzen, mit dem Finger auf der Landkarte oder dem Stadtplan kommt man überall hin. Mit diesen sieben Büchern geht es auf große Fahrt:

Zoë Beck: Auszug aus „Paradise City“

Zoë Beck zählt zu den wichtigsten deutschen Krimiautor*innen und wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet. Für Paradise City bekam sie 2020 den Deutschen Krimipreis und 2021 den Politkrimipreis der Heinrich-Böll-Stiftung.

DLITE Essential Mix – Welttag der Poesie

Seit 1999 feiern immer mehr Ländern den von der UNESCO ins Leben gerufenen Welttag der Poesie. Bei Dlite werden am 21. März 2021 21 Dichter:innen aus Deutschland und Rumänien in einen poetischen Dialog treten – ein Event, an dem Sie teilnehmen können, indem Sie uns auf unsere Facebook-Seite besuchen. Von morgens bis abends werden wir in der Gesellschaft von 21 zeitgenössischen Dichter:innen sein. Ein ausgezeichneter PoetryMix.

Eine düstere, literarische Perle der Phantastik

Der fantastische Roman Der Heilige mit der roten Schnur von Flavius Ardelean erschien 2020 im deutschen Verlag Homunculus, in der Übersetzung von Eva Ruth Wemme. Die deutschen Leser waren begeistert und das meint die Presse über den Roman:

Ein Auszug aus „Annette, ein Heldinnenepos“ von Anne Weber

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Anne Weber wurde 1964 in Offenbach geboren und lebt seit 1983 in Paris. Sie hat sowohl aus dem Deutschen ins Französische übersetzt (u.a. Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino) als auch umgekehrt (Pierre Michon, Marguerite Duras).

Der andere Blick – Familiengeschichten zwischen Rumänien und Deutschland

Wie ergeht es Kindern, die mit ihren Eltern von einem Land, einer Kultur, einer Sprache in die andere wechseln? Sie leben nun in zwei Sprachen, in zwei Kulturen, mit zwei Identitäten. Die Begriffe Heimat und Fremde verschwimmen und es bleibt die Frage: Wie hätte das Leben ausgesehen, das man zurückgelassen hat?

Martina Weber – 2 Gedichte

Martina Weber wurde in Mannheim geboren und lebt in Frankfurt am Main. Tätig ist sie als Lyrikerin, Übersetzerin, wissenschaftliche Autorin (als Juristin), Fachjournalistin und Bloggerin auf manafonistas.de. Für ihre Lyrik erhielt sie zuletzt ein Aufenthaltsstipendium in St. Mihiel/Frankreich (2017). Von ihr erschienen die Gedichtbände „erinnerungen an einen rohstoff“ (2013) und „Häuser, komplett aus Licht“ (2019), Poetenladen Verlag, Leipzig. Außerdem „Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen“, 3. Auflage, Uschtrin Verlag.

Viele, viele Neuheiten auf dem Gebiet erscheinen im selben Jahr wie die Originale

Zwei Schriftsteller aus verschiedenen literarischen Orten, aus Deutschland und Rumänien, haben Fragen über SF / Fantasy / Horror und Thrillers / Kriminalliteratur, über Übersetzungen, über Trends und Realitäten der Verlagsbranche in Rumänien und in Deutschland beantwortet. Oliver Bottini und Michael Hăulică führen einen Dialog aus einer Entfernung von mehreren Dutzenden Kilometern und stellen trotzdem ihre Fragen Angesicht zu Angesicht, wobei sie mit der Öffentlichkeit unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und Schicksale diskutieren, sowie Subjekte, die ihre Sprache oder Themen betreffen, zusammenbringen.

„Jeder Schriftsteller schreibt, um geliebt zu werden.“ – Mircea Cărtărescu im Dialog mit 15 jungen rumänischen Schriftsteller*innen

Es wurden verschiedene Fragen von folgenden Personen gestellt. Die Reihenfolge der Namen entspricht aber nicht unbedingt der Reihenfolge der gestellten Fragen – Augustin Cupșa, Lavinia Braniște, V. Leac, Tatiana Țîbuleac, Radu Vancu, Florina Pârjol, Bogdan Răileanu, Alina Purcaru, Mihai Iovănel, Corina Sabău, Andrei Gamarț, Cristina Ispas, Vlad Drăgoi, Diana Geacăr und Vlad Moldovan. (Ich danke ihnen.)

„Paul Celan 100: Poetische Begegnungen“

Das Projekt bietet dem internationalen Publikum eine Hommage an Paul Celan, wobei zeitgenössische Schriftsteller*innen in den Dialog mit seiner Lyrik treten. Seit Paul Celans Geburt vor 100 Jahren sind Sprachdynamik, Stile und Wahrnehmungen in ständiger Veränderung und Neugestaltung. Das gesellschaftliche Klima hat sich verändert, individuelle Freiheiten haben ganz neue Ebenen erreicht. Wir stellen uns deshalb heute die Frage, ob es etwas gibt, was unverändert geblieben ist, und was sich wesentlich verändert hat? Auf welche Art kann Celans Lyrik, die in einem spezifischen historischen Kontext entstanden ist in einen Dialog mit den Realitäten, Sprachen und Perspektiven unserer Zeit treten?

Der Tod in den stillen Winkeln – Oliver Bottini

Oliver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner Krimifuchs, den Stuttgarter Krimipreis und fünfmal den Deutschen Krimi Preis, zuletzt 2018 für Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens. Seit 2017 ist er auch als Drehbuchautor tätig.

Der Fall der Berliner Mauer in literarischen und biographischen Texten

In diesem Jahr wird der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert. Schon kurz nach dem Fall der Mauer Ende 1989 kam in der literarischen Diskussion der Ruf nach einem großen „Wenderoman“ auf. Der ließ allerdings auf sich warten. Erst Mitte der 90er Jahre erschienen Texte, die bis heute Bedeutung haben. Immer wieder wurde darin der historische Moment des Umbruchs gestaltet, der Fall der Berliner Mauer. Hier ein Essay zu diesem Thema von Iwan Pilchin.

Der Krötenbrunnen

Der Krötenbrunnen   »J’aimes être libre, éperdument libre. Libre comme un mort-né.« E.M. Cioran   Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, allein dies ging ihr wie ein waagerecht durch den Kopf laufendes Band durch die Sinne, wie ein anachronistischer und unpersönlicher Scroll, der just in dem Moment abzulaufen begonnen hatte, als sie in dem nach Jod und Medikamenten riechenden Bett des um ein ganzes Leben älteren Mannes aufgewacht war. Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, sagte sie sich und schaute auf den glatten Rücken, die zu runden Hinterbacken – sie waren ihr schon vor längerer Zeit aufgefallen, als sie ihn beobachtete, wie er über den Krankenhausflur davonging, oder wenn er sich im Operationsraum plötzlich umdrehte, eine unerwartete Pirouette vollführte und die Spritze in den Kautschukdeckel der Perfusion steckte. Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, und danach wäre sie am liebsten wie von Zauberhand hinweggefegt verschwunden aus dem  Bereitschaftszimmer und dem Bett dieses Typen, den sie nicht beim Namen nannte, und der sie am Vorabend mit gelangweilter Stimme ins Zimmer gerufen hatte, um ihr das Operationsprotokoll zu diktieren. Sie waren verpflichtet – das wusste selbst Maia, die erst seit ein paar Monaten im Operationssaal arbeitete –, sämtliche Operationen detailgenau zu protokollieren, schwarz auf weiß aufzuschreiben, wie der Schnitt mit der Stahlklinge des Skalpells gesetzt wurde, wie man durch die gelbe und kompakte Fettschicht zwischen Kapillaren, Venen, feinem Arteriengeäst sowie unter dem Muskel verborgenen feinsten Gefäßen hindurchgedrungen war, wie man ringsum mit hämostatischen

In zwanzig Jahren – ein Gedicht von Elke Erb

Elke Erb wird am 18. Februar 1938 in Scherbach in der Eifel geboren. 1949 siedelt sie in die DDR nach Halle an der Saale über. Dort besucht sie die Oberschule und studiert von 1957 bis 1963 Germanistik, Slawistik, Geschichte und Pädagogik. Später arbeitet sie als Lektorin im Mitteldeutschen Verlag in Halle. Seit 1966 ist sie freischaffende Schriftstellerin in Berlin. Auszeichnungen und Literaturpreise: u.a. Peter-Huchel-Preis (1988), Heinrich-Mann-Preis (1990, zusammen mit Adolf Endler), Erich-Fried-Preis (1995), Hans-Erich-Nossack-Preis (2007), Roswitha-Preis (2012), Georg-Trakl-Preis für Lyrik (2012), Ernst-Jandl-Preis (2013) und Georg-Büchner-Preis (2020). In zwanzig Jahren   werde ich altgeworden sein, oder? Nämlich gebrechlich, geschwächt, habe mehr als gelegentlich dann, ja gewiß gleichermaßen systematisch Ausfälle des Gedächtnisses, des Wahrnehmens. Und die Löcher, wie Mottenfraß, werden aber andererseits Gewebeverdickungen sein – Löcher nur meinerseits – unauflösliche, undurchdringliche Knoten. Dazwischen ich. Seit ich denken kann, ein Geschrei jedesmal, wenn ich durchkomme irgendwo – von irgendwo nach (unvermutet) irgendwo. Werde dies Durchkommen zeitlebens als Text aufgesetzt, gewebt haben, plusquamperfekt. Also doch dauerhaft dann, jedes Mal, schärfer, rascher als jetzt & zeitlebens wahrnehmen, was bleibt, verdickt, während ich abnehme. Abnehme, zunehmend stocke, stutze, stehe und Schluß. Kehre ich um, wie vor verschlossenen Türen? Schließlich weg sein, als Kürzel mich überholender Perspektiven einst in die Welt gesetzt, unvollendeter Vergangenheit. Heerzugsmut, schicksalsergebener. Es sei ausdrücklich wieselflink, wie unterwegs das Bachwasser blink. Werde nicht hören, was man Unbekömmliches sagt. Reine Materie, still doch. Sinnlöcher, Seinsknubbel, unverschluckbar (unerreichbare Gegenteil-Häppchen). – Taugen, miteinander verbunden, als Käfig (oder nur die Verbindungen, knotenlos), – und drin, in die

Iris Wolff: „Ich sehe die Dinge bildlich vor mir, wenn ich schreibe“

Als deutsche Schriftstellerin rumänischer Abstammung steht Iris Wolff an der Schwelle zwischen zwei kulturellen Welten. Obwohl sie den größten Teil ihres Lebens in Deutschland verbracht hat, führen ihre Geschichten immer wieder zurück nach Siebenbürgen, ins Kindheitsparadies. Im DLITE-Interview 2018 sagte sie „Ich sehe Dinge bildlich vor mir, wenn ich schreibe, wie in einem Film, der vor meinem inneren Auge abläuft.“

Krimis sind die ideale Sommerlektüre

Spannende Stories, ungewöhnliche Charaktere, interessante Schauplätze. Kriminalromane schaffen es in Deutschland regelmäßig auf die Bestsellerlisten. Die Stilformen und Themen sind facettenreich, von der historischen Kriminalgeschichte zum Regionalkrimi, vom politischen Thriller zum gemütlichen „Kuschelkrimi“. Sicher ist auch für ihren Geschmack etwas dabei – hier einige Vorschläge:

Besuch: ein Gedicht von Nora Bossong

Die alte Frau sitzt tagelang am Fenster / und hält ein Taschentuch, zu träg,/hinaus in eine Welt zu winken,
die sie nicht mehr betritt. Das Draußen / ist ein Fernsehbild.

Der Exeget weiß mehr über das Werk des Schriftstellers als der Schriftsteller selbst

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Heute kommen wir zurück auf Frau Prof. Univ. Dr. Ioana Crăciun, Dozentin an der Universität Bukarest, wo sie deutsche mittelalterliche und gegenwärtige Literatur und Kultur unterrichtet. Das letzte Paul-Celan-Symposion fand 2009 in Rumänien statt, im Rahmen des George-Enescu-Festivals, und wurde von Frau Ioana Crăciun organisiert.

Mein lieber Paul…

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er darauf antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Heute kommen wir zurück auf Cosmin Dragoste (Philologe, spezialisiert auf deutsche, vorklassische Zivilisation und Literatur, Übersetzungen und Rückübersetzungen, beziehungsweise deutsche Literatur aus Rumänien).

Persönliche Radiographien und fiktionale Eskapaden

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er darauf antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Heute lassen wir uns diese Fragen von dem Schriftsteller Ciprian Măceșaru beantworten.

Diesen 100 Jahren werden noch andere tausend folgen

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Heute kommen wir zurück auf Nona Rapotan, die als Lehrerin, Kulturjournalistin und Chefredakteurin von BookHub.ro tätig ist.

Da, wo die Sprache umlenkt

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er darauf antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Hier die Antworten von Anca Roncea, Lyrikerin und Übersetzerin.

Karen Nölle: Ollis Fest, Eine Tiergeschichte (Auszug)

Karen Nölle gestaltet seit zehn Jahren zusammen mit Silke Weniger und Kirsten Gleinig das Programm der edition fünf. Im Hauptberuf ist sie Literaturübersetzerin und freie Lektorin. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen gehören Annie Dillard, Janet Frame, Ursula K. Le Guin, Doris Lessing, Alice Munro, Eudora Welty u. a. m. Geschrieben hat sie bisher Reisebücher, Literaturwissenschaftliches sowie unzählige Nach- und Vorworte. »Ollis Fest« ist ihr erstes erzählendes Buch.

Ein Auftrag für Otto Kwant, Roman von Jochen Schmidt

Der verarmte und eher glücklose Architekturstudent Otto Kwant landet mit einem Auftrag im fiktiven postsowjetischen Staat Ufurstan, irgendwo in Zentralasien. Otto wird in völlig bizarre Begegnungen und haarsträubende Abenteuer verwickelt. Immer wieder scheitern seine verzweifelten Versuche, aus Ufurstan zu entfliehen.

Deniz Utlu – Gegen Morgen (Romanauszug)

Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext heraus. Sein Debütroman, Die Ungehaltenen, erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Von 2017 bis 2019 schrieb er für den Tagesspiegel die Kolumne Einträge ins Logbuch. Außerdem hat er Theaterstücke, Lyrik und Essays verfasst (u. a. für FAZ, SZ, Tagesspiegel und Der Freitag). Er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe Prosa der Verhältnisse.

Ein kleiner Vorgeschmack aus Bogdan Coşas neuem Roman

Auszug aus Wie nah dran der kalte Regen und das schlechte Wetter sind (im Original: Cât de aproape sunt ploile reci și vremea rea), geschrieben von Bogdan Coșa, aus dem Rumänischen übersetzt von Manuela Klenke

Thomas Mann vs. Carantina, 1-1 la pauză

Dat fiind că limitările pe care suntem nevoiți să le acceptăm în această perioadă au calitatea de a influența în special modul în care percepem timpul, ne-am amintim un fragment din romanul „Muntele vrăjit”

Der Widerspruch zwischen zwei Begriffen

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, dass er darauf antworten würde? Wie würderst du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autoren weiter. Hier die Antworten von Alexandru Bulucz, Dichter und Übersetzer.

Preis der Leipziger Buchmesse für „Stern 111“ von Lutz Seiler

Das war ein Schock für Autoren, Verlage und Leser: die Leipziger Buchmesse 2020 musste abgesagt werden! Statt auf einer großen Gala mit Publikum gab die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die Namen der drei Preisträger in einer Live-Sendung am 12. März bekannt. Den Preis in der Kategorie Belletristik erhielt der Roman Stern 111 von Lutz Seiler.

Julia Grinberg – zwei Gedichte

Julia Grinberg, geboren 1970 in der UdSSR, aufgewachsen in der ehemaligen DDR und später in der Ukraine. Seit 2000 lebt sie in Deutschland bei Wiesbaden. Nach dem Chemiestundium arbeitete sie in Pharmabereich, später absolvierte sie verschiedene Ausbildungen und ist in der Weinbranche tätig.

Auf Deutsch sind ihre Gedichte bei Fixpoetry und Signaturen erschienen sowie in Mosaik, Außer.Dem und in den Anthologien Versnetz_zwölf, „all over heimat“ und „Seitenstechen“, Homunculus Verlag. Ihr Debütband „kill-you-darlinge“ erschien im Herbst 2019 bei Gutleut-Verlag.

Elise Wilk, „eine hervorragende Autorin”

Die Literaturkritik in Rumänien nennt sie „eine hervorragende Autorin”. Elise Wilk ist aber weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und beliebt. Ein erfolgreiches Theaterstück ist Die grüne Katze, aufgeführt im Schiffbau-Matchbox des Jungen Schauspielhause in Zürich, in der Regie von Enrico Beeler. Der Text Die grüne Katze asu dem Band Hinter den Fenstern sind Menschen erschien neulich im Tracus Arte Verlag. Oana Cristea Grigorescu: „Die zahlreichen Aufführungen der Stücke Die grüne Katze, Papierflieger, Explosiv bekräftigen die Autonomie der Stücke in Bezug auf das Schauspiel.”

Dana von Suffrin: Romanauszug aus „Otto“

Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Komparatistik in München, Neapel und Jerusalem. Seit 2009 ist sie Museums- und Stadtführerin in München. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus, seitdem Postdoc an der LMU. Sie lebt in München.

Cătălin Dorian Florescu: Schreiben ist ein Akt der Freiheit

Cătălin Dorian Florescu ist ein mehrfach ausgezeichneter deutschsprachiger Autor rumänischer Herkunft. Er erhielt u.a. den Anna Seghers-Preis, den Schweizer Buchpreis und den Josef von Eichendorff-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Auf der Bukarester Buchmesse Bookfest 2018 präsentiert er seinen Roman „Der Mann, der das Glück bringt”, neulich im Humanitas Verlag in der Übersetzung von Mariana Bărbulescu erschienen.