© dlite

Ein Jahresrückblick in eigener Sache

Liebe Leserinnen und liebe Leser, seit 5 Jahren präsentieren wir Ihnen Neuerscheinungen und Leseproben aus der deutschen und rumänischen Literatur. In diesem Jahresrückblick stellen wir kreative Projekte vor, die unsere Autor*innen selbst in den letzten Monaten verwirklichen konnten. Das Team von DLITE bedankt sich für Ihr Interesse und wünscht Ihnen fröhliche Feiertage und ein gutes, gesundes Neues Jahr 2022!

Ioana Casapu • dlite

Mit ihren „Briefen aus Berlin“ stellt Ioana Casapu eine Brücke zwischen Rumänien und der deutschen Hauptstadt her. Sie beschäftigt sich mit Storytelling, Ioanas Themen sind das Lebensgefühl der Millenials, Liebe, Lust und – in Zeiten der Pandemie sehr aktuell – Einsamkeit und Zukunftsängste.

Bogdan Coșa • dlite

Für Bogdan Cosa war 2021 ein besonderes Jahr, denn für seinen vierten Roman „Cat de aproape sunt ploile reci“  [Wie nah sind die kalten Regenfälle] wurde er mit dem renommierten Preis der Zeitschrift „Observator Cultural“ ausgezeichnet. Außerdem erschien sein erstes Kinderbuch “ Ziua in care Adam a devenit baiat bun“ [Der Tag, an dem Adam ein guter Junge wurde] mit Illustrationen von Ionut Robert Olaru – sicher werden auch die jungen Leser von Bogdans Erzählkunst begeistert sein!

Manuela Klenke • dlite

Dank der Vermittlungs- und Übersetzungsarbeit von Manuela Klenke konnten deutsche Leser wieder viele neue Texte junger Autorinnen und Autoren aus Rumänien kennenlernen. Nach „Null Komma Irgendwas“ übersetzte sie den zweiten Roman von Lavinia Braniste, „Sonia meldet sich“.

In der Literaturzeitschrift „Signaturen“ erschienen außerdem ihre Übersetzungen der Gewinnertexte des Sofia-Nadejde-Preises für Frauenliteratur. Zu der Anthologie „Erklärung für alles“ mit neuen Texten aus Mitteleuropa, Osteuropa, Südosteuropa und dem Schwarzmeerraum, erschienen im Residenz-Verlag, trug sie Übersetzungen von Robert Serban, Florin Lazarescu, Radu Pavel Gheo und Dumitru Crudu bei.

Andra Rotaru • dlite

Dialogisch, multimedial und experimentell: so präsentiert und vermittelt uns Andra Rotaru die zeitgenössische Poesie. Ihr eigener Gedichtband „Tribar“ erschien 2018 im Verlag „Nemira“. Die Übersetzung ins Englische von Anca Roncea wurde mit dem „Malinda A. Markham Memorial Prize in Translation“ ausgezeichnet und wird Anfang 2022 in den USA bei Saturnalia Books erscheinen. Bereits Ende 2021 wird die deutsche Übersetzung von Alexandru Bulucz im Elif Verlag erwartet. Genießen Sie den träumerischen Buchtrailer!

Manuela Klenke
Manuela Klenke
Übersetzerin. Veröffentlichte Übersetztungen: die Romane von Lavinia Braniște "Null Komma Irgendwas" und "Sonia meldet sich" (mikrotext) sowie der Kurzprosaband "Die grünen Brüste" (danube books) von Florin Iaru. Zurzeit arbeitet sie an einer Anthologie deutscher Gegenwartslyrik, die im Frühjahr 2022 im Verlag Casa de Editură Max Blecher erscheinen wird.

Weitere Beiträge:

Besuch: ein Gedicht von Nora Bossong

Die alte Frau sitzt tagelang am Fenster / und hält ein Taschentuch, zu träg,/hinaus in eine Welt zu winken,
die sie nicht mehr betritt. Das Draußen / ist ein Fernsehbild.

Preis der Leipziger Buchmesse für „Stern 111“ von Lutz Seiler

Das war ein Schock für Autoren, Verlage und Leser: die Leipziger Buchmesse 2020 musste abgesagt werden! Statt auf einer großen Gala mit Publikum gab die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die Namen der drei Preisträger in einer Live-Sendung am 12. März bekannt. Den Preis in der Kategorie Belletristik erhielt der Roman Stern 111 von Lutz Seiler.

Diesen 100 Jahren werden noch andere tausend folgen

„Wenn du Paul Celan vor dir hättest, was würdest du ihn fragen? Was glaubst du, würde er antworten? Wie würdest du die Frage selbst beantworten?” 2020 steht ganz im Zeichen von Paul Celan. Zum hundertsten Geburtsjahr des Autors führen wir die Reihe der Gespräche mit zeitgenössischen Autor:innen weiter. Heute kommen wir zurück auf Nona Rapotan, die als Lehrerin, Kulturjournalistin und Chefredakteurin von BookHub.ro tätig ist.

Thomas Mann vs. Carantina, 1-1 la pauză

Dat fiind că limitările pe care suntem nevoiți să le acceptăm în această perioadă au calitatea de a influența în special modul în care percepem timpul, ne-am amintim un fragment din romanul „Muntele vrăjit”