Plattform für Gegenwartsliteratur DE-RO
dlite_icon_organic
©

Eine düstere, literarische Perle der Phantastik

Der fantastische Roman Der Heilige mit der roten Schnur von Flavius Ardelean erschien 2020 im deutschen Verlag Homunculus, in der Übersetzung von Eva Ruth Wemme. Die deutschen Leser waren begeistert und das meint die Presse über den Roman:
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on linkedin

»Ja, es ist der pure Horror, der in diesem Roman sein Unwesen treibt, aber es ist ein Hieronymus-Bosch-mäßiger, stilisierter, auch unterschwellig ironisierter Schrecken, der heutigen Lesenden wohl öfter köstliche Schauer des Ekels über den Rücken treiben mag, sie aber nicht am Einschlafen hindert. Dieser historisierende Horror wird durch die spinnenhaft morbiden Zeichnungen von Ecaterina Gabriela zusätzlich ästhetisiert. Die wunderschön zu lesende Übersetzung von Eva Ruth Wemme trägt dazu bei, das Buch zu einem echten Gesamtkunstwerk zu machen.« – taz am 29.08.2020

»Kaum zufällig sind Verfall und Vergänglichkeit, seien es nun Körper oder Gemeinschaften, wenig zimperlich dargestellt. … Der Heilige mit der roten Schnur ist eine Verbeugung vor der Macht des Erzählens in Form literarischen ›body horrors‹.«Buchkultur Nr. 192/2020

»Eine fantastische Heiligenlegende: Sprachmächtig interpretiert der rumänische Autor den Schauerroman neu.«BÜCHER magazin 06/2020

»Eine düstere, literarische Perle der Phantastik.«Börsenblatt Nr. 33/2020

»Ein großer bunter Strauß der Phantastik, mit skurrilen und makabren Szenen, Gewalt, Gräuel und jeder Menge Blut. Aber auch mit Liebe und Sehnsucht, Treue und Achtsamkeit. Flavius Ardeleans Prosa ist in der Übersetzung von Eva Ruth Wemme kraftvoll und dem Sujet mehr als angemessen. Unterstützt wird dieser Ton noch durch die fragil erscheinenden Zeichnungen von Ecaterina Gabriela, deren Linien dem Bild der roten Schnur folgen und allerlei seltsame Kreaturen aus krakeligen Strichen formen. … Ein kunstvolles Buch, ein überraschendes Buch, ein bisschen Magie für die Melancholie der Dämmerung.«fantasyguide.de (2020)

»Der Heilige mit der roten Schnur ist nichts für schwachen Nerven, bildgewaltig wird der Ekel auch für die Leserschaft wiedergegeben. Ein mutiges Horrormärchen!«Read Ost. Blog für mittel- und osteuropäische Literatur (2020)

»Mit überbordender Fabulierlaune, großem Einfallsreichtum und weit abseits vom Mainstream entwickelt Flavius Ardelean eine dunkle Märchenwelt, die er mit seiner Erzählkunst lebendig werden lässt. Auch eine Spur Ironie trägt zum Lesevergnügen bei.«Dieter Wunderlich. Buchtipps und mehr (2020)

»Ein mit viel Phantasie und überbordender Erzähllust gestalteter Roman, ein ›Herausgeber‹, der seinen Erzähler und seine Figuren in immer neue Abenteuer stürzen lässt, der seine Leser/innen in die grausigen Tiefen einer Un-Welt schickt, aus der er mit Schaudern aufwacht. Mehr kann man von einem Epos des Schreckens nicht erwarten. Ein Lesevergnügen allerdings für Erwachsene, denn einige Schreckensbilder vor allem aus den anatomischen Grenzbereichen zwischen Leben, Un-Leben und Tod übertreffen jegliche Imaginationen!«tabularasa. Zeitung für Gesellschaft & Kultur (2020)

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on linkedin

Weitere Beiträge:

Susanne Teichmann: „DLITE ist als digitales Instrument der Kommunikation und des Dialogs besonders wertvoll

Anlässlich des fünften Jahrestages des DLITE-Literaturblogs wurde in diesem Jahr mit Unterstützung des Goethe-Instituts Bukarest das DLITE Kreativ-Stipendium ins Leben gerufen. Die Jury vergab zwei Preise an Mihai Radu und Corina Sabău. Wir sprachen mit Susanne Teichmann, Leiterin des Bereiches Information und Bibliothek des Goethe-Instituts Bukarest, über die Arbeit von DLITE und die Bedeutung der Unterstützung des kreativen Sektors, über das kulturelle Bukarest, aber auch über neue Perspektiven und literarische Mischungen.

Joachim Umlauf: „Wenn es mehr finanzielle Mittel gäbe, gäbe es auch eine allgemeine Ruhe“

Anlässlich des fünften Jahrestages des DLITE-Literaturblogs wurde in diesem Jahr mit Unterstützung des Goethe-Instituts Bukarest das Bursa de creație DLITE ins Leben gerufen. Die Jury vergab zwei Preise an Mihai Radu und Corina Sabău. Wir sprachen mit Joachim Umlauf, dem Leiter des Goethe-Instituts Bukarest, über die Bedeutung der Förderung des Kreativsektors, über das kulturelle Bukarest, über öffentliche Fördermittel, aber auch über neue Perspektiven und literarische Mischungen:

Auszug aus dem Roman „Das Menschenfleisch“ von Marcel Beyer

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.