Plattform für Gegenwartsliteratur DE-RO
dlite_icon_organic

Deutsche Literatur

Deutsche Literatur

Ann Cotten: Wie mühsam ist es, ein Mensch zu sein, wenn man noch nicht verrückt ist.

Ann Cotten wurde 1982 in Iowa geboren und wuchs in Wien auf. All Ihre literarische Arbeit wird nicht nur in der Literaturszene, sondern auch in den Bereichen der Bildenden Kunst und der Theorie geschätzt und wurde zuletzt mit dem Klopstock-Preis und dem Hugo-Ball-Preis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie den Internationalen Literaturpreis und 2021 den Gert-Jonke-Preis. Ann Cotten lebt in Wien und Berlin.

Auszug aus dem Roman „Das Menschenfleisch“ von Marcel Beyer

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

Adriana Popescu: Morgen irgendwo am Meer (Romanfragment)

Adriana Popescu, in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete.

Ein Gedicht von Daniela Chana

Daniela Chana, 1985 in Wien geboren, promovierte an der Universität Wien im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft. Ihre Kurzgeschichten und Gedichte wurden bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften (Lichtungen, kolik, entwürfe, etcetera, Am Erker, …). Ihr Lyrikdebüt „Sagt die Dame“ (Limbus Verlag, 2018) wurde unter die „Lyrik-Empfehlungen 2019“ der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt. Am 15. Februar 2021 erschien ihr Erzählband „Neun seltsame Frauen“ im Limbus Verlag.

Drei Gedichte von Gerhard Falkner

Gerhard Falkner, geboren 1951, zählt zu den bedeutendsten Dichtern der Gegenwart. Er veröffentlichte zahlreiche Lyrikbände, u.a. „Hölderlin Reparatur“, für den er 2009 den Peter-Huchel-Preis erhielt, und zuletzt „Ignatien“ (2014). Für seine Novelle „Bruno“ wurde ihm 2008 der Kranichsteiner Literaturpreis verliehen. Gerhard Falkner lebt in Berlin und Bayern.

Bücher, Reisen, Landkarten, Träume

Lieben Sie Geschichten über Reisen und fremde Länder, mit vielen Abenteuern und einer glücklichen Rückkehr nach Hause? In der Phantasie gehen wir mit der Heldenfigur auf die Reise und folgen so einer Grundform des Storytelling. Manchmal gibt es im Buch eine Karte, die uns dabei hilft, die Bewegung im Raum nachzuvollziehen.
Für Reisen im Kopf gibt es keine Grenzen, mit dem Finger auf der Landkarte oder dem Stadtplan kommt man überall hin. Mit diesen sieben Büchern geht es auf große Fahrt:

Zoë Beck: Auszug aus „Paradise City“

Zoë Beck zählt zu den wichtigsten deutschen Krimiautor*innen und wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Radio-Bremen-Krimipreis ausgezeichnet. Für Paradise City bekam sie 2020 den Deutschen Krimipreis und 2021 den Politkrimipreis der Heinrich-Böll-Stiftung.

DLITE Essential Mix – Welttag der Poesie

Seit 1999 feiern immer mehr Ländern den von der UNESCO ins Leben gerufenen Welttag der Poesie. Bei Dlite werden am 21. März 2021 21 Dichter:innen aus Deutschland und Rumänien in einen poetischen Dialog treten – ein Event, an dem Sie teilnehmen können, indem Sie uns auf unsere Facebook-Seite besuchen. Von morgens bis abends werden wir in der Gesellschaft von 21 zeitgenössischen Dichter:innen sein. Ein ausgezeichneter PoetryMix.

Ein Auszug aus „Annette, ein Heldinnenepos“ von Anne Weber

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Anne Weber wurde 1964 in Offenbach geboren und lebt seit 1983 in Paris. Sie hat sowohl aus dem Deutschen ins Französische übersetzt (u.a. Sibylle Lewitscharoff, Wilhelm Genazino) als auch umgekehrt (Pierre Michon, Marguerite Duras).

Der andere Blick – Familiengeschichten zwischen Rumänien und Deutschland

Wie ergeht es Kindern, die mit ihren Eltern von einem Land, einer Kultur, einer Sprache in die andere wechseln? Sie leben nun in zwei Sprachen, in zwei Kulturen, mit zwei Identitäten. Die Begriffe Heimat und Fremde verschwimmen und es bleibt die Frage: Wie hätte das Leben ausgesehen, das man zurückgelassen hat?

Der Fall der Berliner Mauer in literarischen und biographischen Texten

In diesem Jahr wird der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert. Schon kurz nach dem Fall der Mauer Ende 1989 kam in der literarischen Diskussion der Ruf nach einem großen „Wenderoman“ auf. Der ließ allerdings auf sich warten. Erst Mitte der 90er Jahre erschienen Texte, die bis heute Bedeutung haben. Immer wieder wurde darin der historische Moment des Umbruchs gestaltet, der Fall der Berliner Mauer. Hier ein Essay zu diesem Thema von Iwan Pilchin.

Iris Wolff: „Ich sehe die Dinge bildlich vor mir, wenn ich schreibe“

Als deutsche Schriftstellerin rumänischer Abstammung steht Iris Wolff an der Schwelle zwischen zwei kulturellen Welten. Obwohl sie den größten Teil ihres Lebens in Deutschland verbracht hat, führen ihre Geschichten immer wieder zurück nach Siebenbürgen, ins Kindheitsparadies. Im DLITE-Interview 2018 sagte sie „Ich sehe Dinge bildlich vor mir, wenn ich schreibe, wie in einem Film, der vor meinem inneren Auge abläuft.“

Ein Auftrag für Otto Kwant, Roman von Jochen Schmidt

Der verarmte und eher glücklose Architekturstudent Otto Kwant landet mit einem Auftrag im fiktiven postsowjetischen Staat Ufurstan, irgendwo in Zentralasien. Otto wird in völlig bizarre Begegnungen und haarsträubende Abenteuer verwickelt. Immer wieder scheitern seine verzweifelten Versuche, aus Ufurstan zu entfliehen.

Preis der Leipziger Buchmesse für „Stern 111“ von Lutz Seiler

Das war ein Schock für Autoren, Verlage und Leser: die Leipziger Buchmesse 2020 musste abgesagt werden! Statt auf einer großen Gala mit Publikum gab die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse die Namen der drei Preisträger in einer Live-Sendung am 12. März bekannt. Den Preis in der Kategorie Belletristik erhielt der Roman Stern 111 von Lutz Seiler.

Elise Wilk, „eine hervorragende Autorin”

Die Literaturkritik in Rumänien nennt sie „eine hervorragende Autorin”. Elise Wilk ist aber weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und beliebt. Ein erfolgreiches Theaterstück ist Die grüne Katze, aufgeführt im Schiffbau-Matchbox des Jungen Schauspielhause in Zürich, in der Regie von Enrico Beeler. Der Text Die grüne Katze asu dem Band Hinter den Fenstern sind Menschen erschien neulich im Tracus Arte Verlag. Oana Cristea Grigorescu: „Die zahlreichen Aufführungen der Stücke Die grüne Katze, Papierflieger, Explosiv bekräftigen die Autonomie der Stücke in Bezug auf das Schauspiel.”

Cătălin Dorian Florescu: Schreiben ist ein Akt der Freiheit

Cătălin Dorian Florescu ist ein mehrfach ausgezeichneter deutschsprachiger Autor rumänischer Herkunft. Er erhielt u.a. den Anna Seghers-Preis, den Schweizer Buchpreis und den Josef von Eichendorff-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Auf der Bukarester Buchmesse Bookfest 2018 präsentiert er seinen Roman „Der Mann, der das Glück bringt”, neulich im Humanitas Verlag in der Übersetzung von Mariana Bărbulescu erschienen.