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Roman

Roman

Ein Jahresrückblick in eigener Sache

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

seit 5 Jahren präsentieren wir Ihnen Neuerscheinungen und Leseproben aus der deutschen und rumänischen Literatur. In diesem Jahresrückblick stellen wir kreative Projekte vor, die unsere Autor*innen selbst in den letzten Monaten verwirklichen konnten.
Das Team von DLITE bedankt sich für Ihr Interesse und wünscht Ihnen fröhliche Feiertage und ein gutes, gesundes Neues Jahr 2022!

Auszug aus dem Roman „Das Menschenfleisch“ von Marcel Beyer

Marcel Beyer, geboren am 23. November 1965 in Tailfingen/Württemberg, wuchs in Kiel und Neuss auf. Er studierte von 1987 bis 1991 Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen. Der Autor erhielt zahlreiche Preise, darunter 2008 den Joseph-Breitbach-Preis und 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

Adriana Popescu: Morgen irgendwo am Meer (Romanfragment)

Adriana Popescu, in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete.

Eine düstere, literarische Perle der Phantastik

Der fantastische Roman Der Heilige mit der roten Schnur von Flavius Ardelean erschien 2020 im deutschen Verlag Homunculus, in der Übersetzung von Eva Ruth Wemme. Die deutschen Leser waren begeistert und das meint die Presse über den Roman:

Der andere Blick – Familiengeschichten zwischen Rumänien und Deutschland

Wie ergeht es Kindern, die mit ihren Eltern von einem Land, einer Kultur, einer Sprache in die andere wechseln? Sie leben nun in zwei Sprachen, in zwei Kulturen, mit zwei Identitäten. Die Begriffe Heimat und Fremde verschwimmen und es bleibt die Frage: Wie hätte das Leben ausgesehen, das man zurückgelassen hat?

Der Tod in den stillen Winkeln – Oliver Bottini

Oliver Bottini wurde 1965 geboren. Für seine Romane erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den Krimipreis von Radio Bremen, den Berliner Krimifuchs, den Stuttgarter Krimipreis und fünfmal den Deutschen Krimi Preis, zuletzt 2018 für Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens. Seit 2017 ist er auch als Drehbuchautor tätig.

Der Krötenbrunnen

Der Krötenbrunnen   »J’aimes être libre, éperdument libre. Libre comme un mort-né.« E.M. Cioran   Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, allein dies ging ihr wie ein waagerecht durch den Kopf laufendes Band durch die Sinne, wie ein anachronistischer und unpersönlicher Scroll, der just in dem Moment abzulaufen begonnen hatte, als sie in dem nach Jod und Medikamenten riechenden Bett des um ein ganzes Leben älteren Mannes aufgewacht war. Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, sagte sie sich und schaute auf den glatten Rücken, die zu runden Hinterbacken – sie waren ihr schon vor längerer Zeit aufgefallen, als sie ihn beobachtete, wie er über den Krankenhausflur davonging, oder wenn er sich im Operationsraum plötzlich umdrehte, eine unerwartete Pirouette vollführte und die Spritze in den Kautschukdeckel der Perfusion steckte. Sie hatte es getan, schließlich hatte sie es getan, und danach wäre sie am liebsten wie von Zauberhand hinweggefegt verschwunden aus dem  Bereitschaftszimmer und dem Bett dieses Typen, den sie nicht beim Namen nannte, und der sie am Vorabend mit gelangweilter Stimme ins Zimmer gerufen hatte, um ihr das Operationsprotokoll zu diktieren. Sie waren verpflichtet – das wusste selbst Maia, die erst seit ein paar Monaten im Operationssaal arbeitete –, sämtliche Operationen detailgenau zu protokollieren, schwarz auf weiß aufzuschreiben, wie der Schnitt mit der Stahlklinge des Skalpells gesetzt wurde, wie man durch die gelbe und kompakte Fettschicht zwischen Kapillaren, Venen, feinem Arteriengeäst sowie unter dem Muskel verborgenen feinsten Gefäßen hindurchgedrungen war, wie man ringsum mit hämostatischen

Krimis sind die ideale Sommerlektüre

Spannende Stories, ungewöhnliche Charaktere, interessante Schauplätze. Kriminalromane schaffen es in Deutschland regelmäßig auf die Bestsellerlisten. Die Stilformen und Themen sind facettenreich, von der historischen Kriminalgeschichte zum Regionalkrimi, vom politischen Thriller zum gemütlichen „Kuschelkrimi“. Sicher ist auch für ihren Geschmack etwas dabei – hier einige Vorschläge:

Deniz Utlu – Gegen Morgen (Romanauszug)

Deniz Utlu, geboren 1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Von 2003 bis 2014 gab er das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext heraus. Sein Debütroman, Die Ungehaltenen, erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater für die Bühne adaptiert. Von 2017 bis 2019 schrieb er für den Tagesspiegel die Kolumne Einträge ins Logbuch. Außerdem hat er Theaterstücke, Lyrik und Essays verfasst (u. a. für FAZ, SZ, Tagesspiegel und Der Freitag). Er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe Prosa der Verhältnisse.

Ein kleiner Vorgeschmack aus Bogdan Coşas neuem Roman

Auszug aus Wie nah dran der kalte Regen und das schlechte Wetter sind (im Original: Cât de aproape sunt ploile reci și vremea rea), geschrieben von Bogdan Coșa, aus dem Rumänischen übersetzt von Manuela Klenke

Cătălin Dorian Florescu: Schreiben ist ein Akt der Freiheit

Cătălin Dorian Florescu ist ein mehrfach ausgezeichneter deutschsprachiger Autor rumänischer Herkunft. Er erhielt u.a. den Anna Seghers-Preis, den Schweizer Buchpreis und den Josef von Eichendorff-Literaturpreis für sein Gesamtwerk. Auf der Bukarester Buchmesse Bookfest 2018 präsentiert er seinen Roman „Der Mann, der das Glück bringt”, neulich im Humanitas Verlag in der Übersetzung von Mariana Bărbulescu erschienen.